Infostand-Umfrage: In Landsberg gut alt werden

15. Februar 2020

Auch heute hatten wir wieder eine rege Teilnahme an unserer Infostandumfrage zum Thema Wohnen im Alter. Anbei meine Auswertung und das Fazit. Christina Roidl

Wie stellen sich das die Landsbergerinnen und Landsberger so vor? Am Infostand heute haben wir mit vielen Leuten darüber gesprochen, wie sie im Alter gerne wohnen wollen und ob sie sich in generationenübergreifenden Wohnprojekten wohlfühlen würden?

  • Die meisten Befragten wünschen sich in den eigenen vier Wänden alt zu werden oder gestalten das bereits so.
  • Die Hoffnung ist, wenn's mal nicht mehr alleine geht, einen Pflegedienst zu finden, der einen zu Hause gut betreut.
  • Eine lebendige Gemeinschaft zwischen alten und jungen Menschen wünschen sich dennoch überwältigende 88% aller Befragten und geben dabei unumwunden zu, dass lärmende Kinder zwar manchmal nerven, aber dass es ohne ein buntes Miteinander in der Nachbarschaft doch ganz schön fad wäre.
  • Gut 70% der Befragten finden es komfortabler im Alter in der Innenstadt zu wohnen mit kurzen Wegen zu Geschäften, Ärzten, Restaurants und kulturellen Angeboten, gut 30% schätzen es aber auch, am Stadtrand einfach mal ein bisserl in die Ferne und in die Natur schauen zu können, wie es eine rüstige 90ig-Jährige wunderschön formuliert.

  • Auch ein Mehrgenerationen-Wohnprojekt aus Regensburg, das wir auf unserer Infotafel vorstellen, finden viele Teilnehmer der Umfrage spannend. Als äußerst positiv wird bewertet, dass dort jeder seine eigene Wohnung hat und zusätzlich viel Raum für Begegnung geschaffen ist z.B. im Gemeinschaftssaal, in der eigenen Bibliothek des Wohnprojektes oder im großen Garten. Sich gegenseitig zu helfen, finden dabei auch viele der Befragten gut und könnten sich auch vorstellen, sich in der Nachbarschaft einzubringen. Sie zweifeln allerdings daran, ob in Landsberg jemals ein Mehrgenerationen-Wohnprojekt realisiert werden wird.

Welche Schlüsse lassen sich nun aus unseren Gesprächen ziehen?

  • Zur Zeit machen sich viele Einrichtungen, Träger und Ehrenamtliche auf den Weg genau das zu verwirklichen, was sich die Menschen in Landsberg wünschen, um hier gut alt zu werden.
  • Die Angebote des Mehrgenerationenhauses der AWO, des Seniorenbeirats und des BRKs sowie die Nachbarschaftshilfe der Caritas haben allesamt auch das Ziel, ein lebendiges Miteinander zu fördern und vielfältige Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen.
  • Diese Strukturen gilt es zu fördern und wo nötig durch ein Quartiersmanagement sinnvoll zu ergänzen und mit den professionellen Strukturen der Pflegedienste und haushaltsnahen Dienstleistungen zu vernetzen.
    Ein Mehrgenerationen-Wohnprojekt wäre dann das Sahnehäubchen. Am Willen der Landsberger mit Alt und Jung unter einem Dach zu leben, würde es jedenfalls nicht scheitern.

Und wenn es nach der SPD Landsberg geht, ist die Zeit für ein Mehrgenerationen-Wohnprojekt in unserer Stadt schon längst gekommen!

Christina Roidl

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